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Archäologischen Areals "Ghiaccio Forte"
Von Scansano fährt man auf der S.S. 322 für ca. 8 km Richtung Manciano-Terme di Saturnia, biegt dann rechts Richtung Aquilaia-Ghiaccio Forte ab und folgt nach weniger als 3 km der nun weißen Straße für weitere 1,5 km. Rechts führt nun eine Straße leicht bergan zum Parkplatz des Archäologischen Areals, von wo aus dessen Besichtigung beginnt. Die befestigte Siedlung Ghiaccio Forte, deren Name der Antike unbekannt ist, wurde im 4. Jahrhundert v.Chr. in der Nähe der Nordgrenze des Gebiets von Vulci gegründet – in strategischer Lage auf der rechten Seite des Albegnatals. Zugleich wurden andere Orte errichtet oder verstärkt (wie z.B. Talamone, Saturnia und vielleicht Orbetello). Diese Festungen deuten auf eine allgemeine Gefahrensituation der südetruskischen Städte hin, die die Vorherrschaft über das Meer verloren hatten und sich darauf vorbereiteten, der römischen Eroberung entgegen zu treten. Das Gebiet war zeitweise bereits zu Ende der Bronzezeit bewohnt und vorher Standort einer ländlichen Kultstätte aus archaischer Zeit gewesen. Ghiaccio Forte wurde vom römischen Heer zerstört, das 280 v.Chr. Vulci eroberte und dessen Territorium verwüstete. Innerhalb des Areals kann man den Verlauf der ca. 1 km langen Mauern wahrnehmen, die längs der Hügelkuppe verliefen. Die Mauern hatten einen ungefähr 4 m breiten Sockel aus Kieseln mit einem Aufbau aus rohen Ziegeln oder gepresstem Lehm. Nach links gehend erreicht man das Süd-Ost-Tor, das sich am höchsten Punkt des Mauerwalls befand. Seine Anlage ist – wie bei den anderen bislang ausgegrabenen Toren – recht aufwändig: Es ist aus regelmäßigen Steinblöcken errichtet und durch eine gepflasterte Oberfläche begrenzt, neben der ein kleiner Kanal für den Abfluß des Regenwassers außerhalb der Mauern verläuft; vermutlich schlossen zwei Türen den gepflasterten Teil der Straße ab, die mit einer einfachen Kieselung innerhalb der Siedlung verlief. Im Sattel zwischen den beiden Hügelkuppen erreicht man eine große Wohnanlage mit zahlreichen Räumen, die auf einen offenen Hof hinausgehen. Wenn man nun zum westlichen Hügel geht, auf dem sich vermutlich eine Kultstätte befand (von hier stammen nämlich die Votivgaben, die im Archäologiemuseum in Scansano ausgestellt sind), erreicht man das Nord-West-Tor, von dem man einen schönen Ausblick über das untere Albegnatal bis zum Meer genießt.
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